Die letzte sorbische Technik kennen meistens nur die Insider: Säureätzen. Zugegeben, das hört sich auf den ersten Blick ziemlich brutal an. Ist es aber nicht. Eigentlich ist es ganz einfach. Sie beginnen mit einem gefärbten Ei und einem Federkiel. Den Federkiel schneiden Sie zurecht, wie bei einer Schreibfeder. Tauchen Sie die Feder in Essigessenz (unverdünnt). So, wie Sie eine Schreibfeder in Tinte tauchen würden. Damit können Sie nun auf dem Ei "schreiben". Der Essig entfert die Farbe. Es erscheint die natürliche Schalenfarbe des Eies. Sie müssen etwas Geduld haben, das klappt nicht gleich beim ersten Mal drüberfahren. Wiederholen Sie den selben Strich mehrmals. Geben Sie dem Essig Zeit zu wirken. Dann werden Sie sehen, wie die Farbe zurückweicht.
Die Striche und Punkte erscheinen beim Säureätzen leicht ausgefranst. Sie bekommen nicht die scharfen Kanten, wie beim Kratzen. Das kann, je nach Motiv, sehr dekorativ wirken.
Arbeiten Sie mit Kindern, können Sie auch Zitronensäure verwenden. Dann dauert es allerding etwas länger, bis sich der Erfolg einstellt.
Hartgesottene arbeiten mit Salzsäure. Das geht zwar schnell, ist jedoch auch sehr gefährlich.







