Freitag, 13. März 2026

Ei und Säure

Die letzte sorbische Technik kennen meistens nur die Insider: Säureätzen. Zugegeben, das hört sich auf den ersten Blick ziemlich brutal an. Ist es aber nicht. Eigentlich ist es ganz einfach. Sie beginnen mit einem gefärbten Ei und einem Federkiel. Den Federkiel schneiden Sie zurecht, wie bei einer Schreibfeder. Tauchen Sie die Feder in Essigessenz (unverdünnt). So, wie Sie eine Schreibfeder in Tinte tauchen würden. Damit können Sie nun auf dem Ei "schreiben". Der Essig entfert die Farbe. Es erscheint die natürliche Schalenfarbe des Eies. Sie müssen etwas Geduld haben, das klappt nicht gleich beim ersten Mal drüberfahren. Wiederholen Sie den selben Strich mehrmals. Geben Sie dem Essig Zeit zu wirken. Dann werden Sie sehen, wie die Farbe zurückweicht. 

Die Striche und Punkte erscheinen beim Säureätzen leicht ausgefranst. Sie bekommen nicht die scharfen Kanten, wie beim Kratzen. Das kann, je nach Motiv, sehr dekorativ wirken.

Arbeiten Sie mit Kindern, können Sie auch Zitronensäure verwenden. Dann dauert es allerding etwas länger, bis sich der Erfolg einstellt.

Hartgesottene arbeiten mit Salzsäure. Das geht zwar schnell, ist jedoch auch sehr gefährlich.


 

Donnerstag, 12. März 2026

Kratztechnik

 Diese Technik ist nicht so auswändig, wie die Wachstechniken. Bei einem gefärbten Ei werden mit einem spitzen Werkzeug (Cutter, Skalpel, Messer) Muster und Ornamente eingeritzt, gekratzt, graviert.

 


 

Sonntag, 1. März 2026

Wachsbossiertechnik

 Die Wachsbossiertechnik ist nicht ganz so bekannt, wie ihre "Große Schwester", die Wachsreservetechnik. Hier wird buntes Wachs auf ungefärbte Eier aufgetragen. Das Wachs bleibt auf dem Ei, es wird nicht entfernt. So entstehen schöne Muster und Ornamente. Zum Auftragen werden auch hier Stecknadeln und Federn verwendet.

Ich mag es gern monochrom, daher nehme ich braunschalige Eier und arbeite nur mit braunem und weißem Wachs. 


 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Jetzt wird es bunt!

 Eier in Wachsreservetechnik. Das ist das, was jeder unter dem Begriff sorbische Ostereier versteht.

Dabei ist es nur eine von insgesamt vier Techniken, die traditionell von den Sorben entwickelt und gepflegt werden. Das Prinzip ist simpel. Flüssiges Wachs wird in Punkten und Strichen auf dem Ei verteilt. Anaschließend wird das Ei gefärbt, zuerst in einer hellen Farbe (gelb). Dann kommen weitere Wachspunkte dazu und es wir wieder gefärbt (rot oder orange). Wer mächte kann noch eine dritte Farbe zufügen. Vorher weitere Wachsornamente auftragen und dann blau, grün oder lila färben.

Die Ornamente können Sie einfach so auftragen, oder Sie folgen den sorbischen Grundmustern. Aus alten Zeiten sind einige überliefert, wie das Sonnenrad oder die Wolfszähne. Dazu mache ich nächste Woche noch einen extra Post.

Hier nun endlich die Eier:


                

 

Sonntag, 22. Februar 2026

Wenn der Rote Milan am Himmel seine Kreise zieht

 hält er meistens Ausschau nach Futter. Er ist nicht wählerisch, Nagetiere, kleine Vögel oder auch Aas, er frisst so ziemlich alles. Er ist wunderschön anzusehen. Vor allem, wenn die Sonne die herrlichsten Rot,- Orange- oder Brauntöne auf sein Gefieder malt.

Ich habe Acrylfarbe benutzt und ihn auf einem Gänseei verewigt.


 

Donnerstag, 19. Februar 2026

Dienstag, 17. Februar 2026

Kombinationen

 Hier habe ich zwei Techniken kombiniert. Die weißen Punkte sind mit Wachs aufgetragen, wie bei der sorbischen Wachstechnik und die Ornamente sind eingekratzt. Zusammen ergibt das ein Ei, das sich durchaus sehen lassen kann.

Grundlage sind gefärbte Hühnereier.